GESCHICHTE

Der Bauernhof Le Caillou befindet sich im Weiler Le Caillou in Vieux-Genappe in der Provinz Wallonisch-Brabant.  

Sie liegt 4 km südlich des Löwenhügels von Waterloo an der Straße, die Charleroi mit Brüssel verbindet.

Ein landwirtschaftlicher Betrieb

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1757

Exploitation Rurale

Der Bauernhof Le Caillou ist ein landwirtschaftlicher Betrieb, der 1757 erbaut wurde. Am 17. Juni 1815 wird der Hof mit seinem 4 Hektar großen Obstgarten von seinem 78-jährigen Eigentümer Henry Jérôme Boucquéau betrieben.

Das letzte Hauptquartier Napoleons

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1815

Am Vorabend der Schlacht von Waterloo ließ General Bertrand, der Adjutant des Kaisers, Napoleons Hauptquartier auf dem Bauernhof Le Caillou einrichten. Der Kaiser, umgeben von seinem Stab, verbrachte die Nacht vom 17. bis 18. Juni 1815 unter dem Schutz der im Obstgarten installierten kaiserlichen Garde. Die Schlachtpläne für den nächsten Tag wurden in den Räumen dieser Farm erstellt.

18 juin 1815

Eine Kneipe

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1818

Cabaret

Am Tag nach der Niederlage Napoleons zündeten die Preußen den Hof an. Der Landwirt Boucquéau entschied sich, den Hof Le Caillou an einen Landwirt aus Vieux-Genappe, Jean Joseph Aubry, zu verkaufen. Nachdem letzterer einen Teil der zerstörten Gebäude entdeckt hatte, verwandelte er das Hauptgebäude in eine Kneipe.

Poststation

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1823

1823 wurde der Hof von seinem neuen Besitzer Désiré François in eine Poststation umgewandelt, bevor er 1869 in den Besitz des Provinzarchitekten Emile Coulon überging.

Relais diligences

Von historischem Interesse

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1889

un intérêt... historique

Emile Coulon war der erste, der sich des historischen Interesses dieses Hauses bewusstwurde und sein Augenmerk auf seine Restaurierung und Erhaltung legte. Im Jahr 1889 baute er das Gebäude um und gab ihm sein heutiges Aussehen. Er kaufte Möbel vom Sohn Boucquéaus: drei Tische, zwei Stühle und einen Teppich von Tournai (noch immer im Museum zu besichtigen), mit Hilfe derer Napoleon seinen Schlachtplan aufgestellt hatte.

Souvenirs

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1905

Im Jahr 1905 verkaufte die Witwe des Architekten das Anwesen an die Comtesse de Villegas. Ihr Ehemann, der Historiker Lucien Laudy, sammelte auf dem Hof ​​eine Sammlung militärischer Souvenirs und machte daraus einen richtigen Wallfahrtsort. Er ließ außerdem im Garten ein kleines Ziegelhaus errichten, in dem Knochen von Kämpfern des Jahres 1815 gesammelt wurden.

une collection de souvenirs

Ein klassifiziertes historisches Denkmal

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1951

n monument historique classé

1950, im Todesjahr des Historikers, wurde die Farm an die Société belge d’études napoléoniennes (SBEN) verkauft. Wenig später, am 14. Juni 1951 wurden der Hof, sein Garten und seine Dépendancen als historisches Denkmal eingestuft.

Museum

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1974

Im Jahr 1972 verkaufte die SBEN, die nicht über die nötigen Mittel verfügte, um ein Museum aktiv zu betreiben, die Liegenschaft an die Provinz Brabant, die 1974 nach einigen Renovierungsarbeiten das Museum Le Caillou als Institution auf Provinzebene eröffnete.

Buste

Die Provinz Wallonisch-Brabant

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1995

Logo Province du Brabant wallon

Das Museum wird heute von der Provinz Wallonisch-Brabant verwaltet und zwar seit der Abspaltung von der Provinz Brabant im Jahr 1995.

Renoviertes Museum

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2015

Anlässlich des zweihundertsten Jubiläums der Schlacht von Waterloo (2015) wurde das Museum komplett renoviert: neue Szenografie, Innen- und Außenausstattung, Kindererlebnispfad und Anpassung an Besucher mit körperlicher Einschränkung. Dieser neue Atem des Museums respektiert und integriert die Authentizität und die Seele des Ortes. Durch verschiedene Zeugenaussagen und Anekdoten der Armeen Napoleons erlebt der Besucher die Stunden, die der Schlacht von Waterloo vorausgegangen sind.

Soldat

un musée pour tous !

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2019

Animation pain

Ob allein, mit Freunden oder mit der Familie, jeder Besucher kann das Museum in seinem ganz persönlichen Tempo und nach eigenen Vorlieben entdecken. Kinder haben die Möglichkeit, das Museum auf spielerische Weise zu erkunden, um diesen besonderen Augenblick der Geschichte besser zu verstehen.

Das Museum ist für Menschen mit eingeschränkter Mobilität, Hörgeschädigte und Gehörlose geeignet (Version in französischer Gebärdensprache Belgiens sowie Untertitel mittels Visioguide). Das Museum ist auch für Sehbehinderte zugänglich (sicherer Rundgang und Berühren der Exponate). Blindenhunde sind im Museum willkommen!

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